Willkommen

auf meiner Seite zur welteinmaligen Süntelbuchenallee von Bad Nenndorf

Damit wird schon deutlich, es ist eine persönliche Seite, auf der ich meine jahrelangen Erfahrungen und Beobachtungen in der Süntelbuchenallee und um sie herum, auch anhand von meinen Fotos mitteilen möchte.

Auf diese Weise möchte ich erreichen, dass die Aussagen zur Süntelbuchenallee, sich eher auf Beobachtungen gründen können
und nicht mehr nur die Erzählungen der Vorfahren einfach ungeprüft weiter gesagt werden.

Es geht mir dabei um die Klärung der einfachen Fragen:

  • wo kommen die Süntelbuchen her und warum wachsen sie hier?
  • wie alt und wie lang ist die Süntelbuchenallee?
  • wie viele Bäume stehen dort und wie hoch sind sie?

Und es geht mir darum zu erklären, warum ich seit 2014 von der Welteinmaligkeit dieses besonderen Naturschauspiels spreche.

Was sind Süntelbuchen?

Süntelbuchen sind eine seltene Varietät der „normalen“ Rotbuchen.

Sie heißen in Deutschland so, weil sie vorwiegend auf dem Süntel –  einem Gebirgszug parallel zum Deister zwischen Hannover und Porta Westfalica und zwischen Hameln und Rodenberg –  früher in großer Zahl gewachsen sind. Bis sie 1843 gerodet und damit beinahe ausgerottet wurden. Es soll dort ein Wald mit über 1000 Exemplaren bestanden haben. Heute gibt es noch einige Exemplare auf dem Dachtelfeld, einer Hochebene oben auf dem Süntel. Dort soll 782 die berühmte Schlacht zwischen den Truppen von Karl dem Großen und Herrmann dem Cherusker stattgefunden haben, mit der vernichtenden Niederlage von Karl dem Großen.  Einer Sage nach hätten sich die Süntelbuchen aus dem blutgetränkten Boden entwickelt…

Da das Holz der Süntelbuchen in der Möbelindustrie im Deister-Süntel-Tal nicht nutzbar war – nicht einmal für Brennholz war es geeignet – hat man sie verteufelt und als Hexenholz bezeichnet. Diese Geringschätzung lebt leider bis heute nach und findet seinen Ausdruck z.B. im Begriff „Krüppelwuchs“.

Biologisch werden die Süntelbuchen Fagus sylvatica var. suentelensis (Schelle 1903) genannt, die „süntelige“ Variante der Rotbuchen oder die Buchen aus dem Süntel.

In Frankreich heißen sie „Hêtre tortillard“  oder biologisch Fagus sylvatica tortuosa (die gedrehten).

In Dänemark heißen sie „Vrange Bøge“ (Renkbuchen) und in Schweden „Vresbokar“. 

Sie ist 1934 am Rand des Kurparks gepflanzt worden

Carl Thon trat seinen Dienst als königlicher Brunnengärtner – Gärtnermeister des Kurparks- im Jahr 1894 an und begann ab 1895 damit die Süntelbuchen nachzuziehen.

Dazu sammelte er die Bucheckern der sogenannten Tillybuche bei Raden im Auetal. Sie galt als die größte und prächtigste Süntelbuche und war  auch die älteste Deutschlands, als sie im Jahr 1994 zusammenbrach. Anhand ihrer Jahres-Ringe konnte man das Alter von 255 Jahren zählen.

Er machte aber die Erfahrung, wie schon viele vor ihm, dass nicht alle Bucheckern angingen und schon gar nicht aus allen Süntelbuchen hervorgehen. Er sprach damals von einer Erfolgsquote von 3 %.   Er brauchte also 1000 Bucheckern um 30 Keimlinge zu bekommen.

Da Buchen Windbestäuber sind, werden auch die Blüten der Süntelbuchen durch die Pollen der Rotbuchen bestäubt. Wenn das geschieht, gehen bei den Nachkommen die “sünteligen Elemente“ verloren, denn sie sind genetisch rezessiv, so dass sich die übliche Wuchsform der Rotbuchen wieder durchsetzt.

Ob aus den Jungpflanzen wieder Süntelbuchen hervorgehen, kann man erst nach 5-10 Jahren anhand ihres Wuchses erkennen.

So hat auch Carl Thon weiter experimentiert.

Es gibt immer wieder die Jahreszahl 1902 als Pflanzdatum der Süntelbuchenallee.

Wahrscheinlich hat in diesem Jahr die Tillybuche wieder geblüht, denn Buchen haben früher – vor dem Klimawandel – nur alle 7-8 Jahre Blüten ausgebildet und Bucheckern produziert,  das waren dann die Mastjahre, wo die Bauern ihr Vieh in die Wälder trieben, damit diese sich satt fressen konnten.

Er hat aber nicht gewartet bis die Tilly-Buche wieder blühte, sondern sich umgesehen wann und wo Süntelbuchen in der Umgebung geblüht haben. Er hat sich dann von dort weitere Bucheckern besorgt,   – z.B. aus Haste, Lauenau, Bad Münder, dem Berggarten in Hannover und auch vom Galenberg im Kurpark von Bad Nenndorf, wo 3 oder 4  Süntelbuchen standen. 
Auf diese Weise konnte er genügend Jungpflanzen heranziehen:

  • um 1. eine Auswahl treffen zu können,
  • um 2. eine Reihe von 300 Metern pflanzen zu können und
  • um 3. Verluste beim Anwachsen ausgleichen zu können.
  • und er hatte eine große genetische Vielfalt, die sich als Windbestäuber gegenseitig befruchten konnten

Die einzelnen Exemplare waren damit zur Pflanzzeit 1934 unterschiedlich alt, mindestens 10 höchsten 38 Jahre (wahrscheinlich mehrheitlich eher 20-35).

Wenn noch einzelne Exemplare der ersten Keimlinge von 1896 heute in der Süntelbuchenallee vorhanden sind, dann werden sie in 2026 genau 130 Jahre alt.

Von dort hochgerechnet sind die alten Bäume in der Süntelbuchenallee heute  zwischen 110 und 120 (100-130) Jahre alt. Sie haben ihren Zenit überschritten und befinden sich in der Endphase ihres Baumlebens, denn Süntelbuchen werden nur 120-160 Jahre durchschnittlich alt  und  damit nur halb so alt wie die Rotbuchen (300-350 Jahre).

Unter den relativ günstigen Wasserverhältnissen – mit dem Regenwasser und dem Grundwasser vom Galenberg – könnten viele Exemplare auch 180-220 Jahre alt werden.

Nach meiner Messung ist sie etwa 300 Meter lang.

Abschnitt A: von dem Eingang Nord an der Parkstraße nach Süden ca 120 m

Abschnitt B: von der Ecke im Süden zum Eingang im Osten ca 110 m

Abschnitt C: vom oberen Eingang nach Nordosten zur ehemaligen Liegehalle ca 60 m

Weil aber auf www.suentelbuchen.de  fälschlicherweise 1000 m angegeben werden, wird diese Zahl häufig einfach übernommen. Auch die Zahl 500 m z.B. bei Wikipedia ist aus der Luft gegriffen 

so sieht es aus von oben bei Google maps mit „Berechnung“ der Entfernung

Die alten Bäume sind heute zwischen 100 und 130 (110-120) Jahre alt.

Wenn Carl Thon 1896 die ersten Süntelbuchen aus den Bucheckern der Tillybuche erhalten hat, dann waren diese ältesten Exemplare 1934 zur Pflanzzeit 38 Jahre alt. Die jüngsten dazu gemischten Bäume waren mindestens 10 Jahre alt.
So hätten die ältesten Süntelbuchen heute ein Alter von 130 Jahren.

Carl Thon wollte zum Erhalt der Süntelbuchen beitragen, welche – nach der Rodung des großen Süntelbuchen-Waldes auf dem Süntel oberhalb vom Ort Hülsede auf der Westeregge im Jahr 1843  – sehr selten geworden waren.

Man spricht von „über 1000 Bäumen“, dem „größten Süntelbuchen-Vorkommen in Europa“ die der Säge und der Brandrodung zum Opfer fielen. Diese Aussagen verkennen (meines Erachtens) die Größenordnungen der anderen Vorkommen in Schweden(mindestens 1190 Exemplare gezählt in 2011) und in Frankreich(mindestens 800 eventuell bis 1000 Bäume).

Carl Thon wollte mit der Reihe aus Süntelbuchen für den Erhalt der seltenen Bäume sorgen und damit den Kurpark abgrenzen, an der Parkstraße zur Stadt hin und auf der Südseite zum Deister hin. Er hat auf dem Ausläufer des Galenbergs einen idealen Platz gefunden, denn die Jungpflanzen wurden regelmäßig von ablaufenden Regenwasser des Galenbergs getränkt und als alte Bäume reichen ihre Wurzeln bis zum Grundwasser.

Noch heute fließt bei Starkregen ein richtiger Bach durch die Süntelbuchenallee! Siehe angehängter Fotospaziergang, bei dem ich am 1.6.2016 im Gewitter von der Parkstrasse zum Galenberg durch die Süntelbuchenallee gegangen bin, um zu dokumentieren, wieviel Wasser dort herunter läuft.

Hier der Link zu den Fotos vom Bach

In den letzten Jahren hat sich der Terminus  „über 100 Bäume“ eingebürgert.

Allerdings hat noch niemand genau nachgezählt. Es gab lediglich eine Zählung für die Eröffnungsbilanz zur Doppik(doppelte Buchführung für die öffentlichen Haushalte). Dabei wurden die Bäume in der Süntlbuchenallee mit kleinen Schildern versehen. Im Abschnitt C lauten die Nummern K0481 bis K0492 also 11 Bäume. In Abschnitt B+A  lauten die Nummern K0601 bis K0685 also 85 Bäume.

Es ist auch nicht so einfach, eine genaue Zuordnung zu finden, weil man eine definitorische Abgrenzung vornehmen muss: was ist der ursprüngliche Baum, was ist eine daraus hervorgegangene alte Wurzelbrut, was ist eine junge Wurzelbrut? Und gilt diese Wurzelbrut schon als Baum oder ist sie noch zu klein oder zu mickrig? Was ist mit einem Doppelstamm: ist das 1 Baum oder zählt der als 2 Bäume?

Hier mein Versuch der Klärung:

von den alten ursprünglich gepflanzten Süntelbuchen sind noch 74 da

– dazu kommen große/alte Wurzelbruten(meist als „Bäume“ bezeichnet) mit 47 Stück

– junge Wurzelbruten finden sich vor allem in dem „Gewusel“ zur Liegewiese hin in allen drei Abschnitten:
Abschnitt A 15-20,     Abschnitt B 15-20    und   in Abschnitt C 5-10        also 35-50 insgesamt

In den letzten Jahren wurden weitere Jungbäume dazu gepflanzt:  im Abschnitt A befinden sich 16 nach 2013 neu gepflanzte Jungbäume,  im Abschnitt B sind es 10, (alle 2013 gepflanzten Süntelbuchen sind ausgerissen oder umgetreten worden, manche wurden sogar abgeschnitten. Das nenne ich Vandalismus) und im Abschnitt C sind etwa 25 Jungbäume vorhanden, von denen 7 vor 2013 gepflanzt wurden.

Dazu kommen noch einige nachwachsende wurzelechte junge Bäume im Alter von 5-10 Jahren, wo noch nicht abzusehen ist, wie viele sich zu Süntelbuchen entwickeln werden: im Abschnitt C sind das circa 20-30 Jungpflanzen(rechts vom Eingang), im Abschnitt B stehen circa 20-40 Jungpflanzen(rechts und links vom oberen Eingang), 

Meine Zählung der Bäume in der Süntelbuchenallee

 Bereichalte Bäume alte Wurzelbrutenneue Anpflanzungenjunge SüntelbuchenSumme
Abschnitt A282416    3

71

Abschnitt B37151020-4082-102
Abschnitt C982520-3062-72
gesamt74475143-73215-245
 

Die Süntelbuchenallee in Bad Nenndorf verzeichnet also die größte Anzahl von Süntelbuchen zusammen an einem Ort nicht nur in Deutschland sondern in Europa, dazu gleichzeitig die meisten alten Bäume, viele junge Bäume  und die Besonderheit, dass wir unter ihnen als Allee hindurch gehen können.

Es stehen noch einige sonstige Bäume in oder am Rand der Süntelbuchenallee:

in Abschnitt A      2 Eichen ,  4-6 Ahorn ,  1 Blutbuche,  2-4 Buchen, 1 Kiefer

Vor 2013 wuchsen noch weitere Bäume dort, wie das Naturdenkmal Vogelkirsche mit einem Doppelstamm, welcher auseinander zu brechen drohte. Deswegen wurde dieser Baum sowie einige Kiefern und mehrere Lärchen entfernt und an deren Stelle Neuanpflanzungen von Süntelbuchen vorgenommen.

Nach meiner Schätzung sind sie alle 16-18 Meter hoch

In vielen Publikationen und im Internet wird die alte Erzählung
die Süntelbuchen wachsen eher in die Breite als in die Höhe und werden nur 15 Meter hoch“  wiederholt und damit immer weiter verbreitet.

Aber diese Aussage stimmt so nicht.
Wenn man sich z.B. die Süntelbuche in Haste ansieht, welche 1880 am Forsthaus gepflanzt wurde und alleine als Einzelbaum dort steht. Sie ist inzwischen zu einem prächtigen Baum geworden. Man erkennt einen eher schlanken und hohen Wuchs. Sie ist voraussichtlich 16-18 Meter hoch und damit höher als breit. Und ihre Äste wachsen eher nach oben als dass sie nach unten hängen.

Also es gibt unterschiedliche Wachstumsformen und damit Höhen. Die bei Kindern als Kletterbaum beliebte Süntelbuche an der Esplanade im Kurpark hat einen sehr flachen Wuchs, der in Dänemark als Löndal bezeichnet wird. Dort steht in der Stadt Sörö im Akademi Park das wohl größte Exemplar mit einem Umfang von 62 Metern(in 2018)

Meine Erklärung für das Höhenwachstum in der Süntelbuchenallee:

1. es wurden wahrscheinlich eher schlank wachsende Jungbäume von Carl Thon ausgewählt, um sie in Gruppen von 2-5 Bäumen abwechslungsreich pflanzen und sie relativ eng zueinander setzen zu können.

2. vom Galenberg, auf dessen Ausläufer die Süntelbuchenallee steht, kommt regelmäßig das Regenwasser herunter und läuft besonders bei Starkregen, z.B. bei Gewitter, als Bach durch sie hindurch. So hatten speziell die Jungpflanzen genügend Wasser bekommen, um anzuwachsen und sich schnell zu entwickeln.

3. dadurch dass die Bäume relativ eng standen, begann mit der Anpflanzung der Wettlauf um das Licht. Wer höher als der Nachbar ist, bekommt eben mehr Licht  und kann sich besser entwickeln.
Ein Baum im Abschnitt A mit der Katasternummer K0658 ist meiner Meinung nach sogar bis 20 Meter hoch und damit fast so groß wie die wohl weltweit größte Süntelbuche in Schweden(mit von mir geschätzten 20-22 m in 2018)

 

Die meiner Meinung nach höchste Süntelbuche der Welt steht in Schweden im Gryteskog. Ich habe sie 2018 auf 20-22 Meter Höhe geschätzt . Sie steht auf dem Privatgelände eines Bauernhofes. Dort befinden sich noch mindestens weitere 5 Süntelbuchen.

ganz einfach gesagt: weil es keine andere gibt!
Ok, aber wie kann man beweisen, dass es etwas nicht gibt?

1.  Auf dem alten Schild von 2014 an der Süntelbuchenallee stand „einmalig in Europa“(was völlig richtig ist).  Für die Aussagen auf diesem Schild hat der damalige Samtgemeindebürgermeister Bernd Reese eine Auszubildende recherchieren lassen.

Und: die Buche ist der mitteleuropäische Laubbaum. Sie wächst von Sizilien im Süden bis nach Südschweden im Norden und von den Karpaten im Süd-Osten bis zur Auvergne im Westen Frankreichs.
Damit ist das was in Europa einmalig ist, also auch „welteinmalig“!

Das ist also das Suchgebiet für eine mögliche weitere Süntelbuchenallee.
Man muss also dort suchen, wo viele Süntelbuchen wachsen, in Frankreich, in Schweden und in Dänemark.   Und es müsste jemand sie in Reihe gepflanzt haben.

2. In Frankreich habe ich 2014 die „Faux de Verzy“ besucht, ein Wald aus Süntelbuchen, den „faux“. Dort in der Champagne zwischen Reims und Epernay gibt es in einem Wald ca. 800 „Hêtres tortillard“ (entsprechen unseren Süntelbuchen), eventuell sind es bis zu 1000 Stück(das weiß man nicht so genau).

Aber die Bäume stehen auf der Fläche verteilt im Wald. Ein Rundweg lenkt die Besucher drum herum, man kann also nicht so nahe ran, dass man unter den Bäumen stehen könnte.  Ihr Wuchs ist eher pilzförmig, unterscheidet sich also etwas von unseren Süntelbuchen.

Dafür scheinen die Bäume schon lange dort zu stehen. Aufzeichnungen der Mönche vom dortigen Kloster aus dem Jahr 1664 deuten darauf hin. Sie sind also dort endemisch gewachsen und nicht gepflanzt worden, auch nicht als Reihe oder Allee.

3. In Dänemark und Schweden war ich 2018 an verschiedenen Orten wo Süntelbuchen stehen.

Dabei habe ich in Kopenhagen hinterm Schloßpark die einzige vergleichbare Formation von Süntelbuchen gefunden.

Dort ist ein Gedenkhain für den Oberforstmeister Adolf Oppermann aus 30 Süntelbuchen (meine Zählung) gepflanzt worden. Nach seinem Tod 1931 wurde ein Gedenkstein gesetzt, weil er sich für den Erhalt und die Verbreitung der Renkbuchen (wie er sie nannte) der „Vrange Bøge“ in Dänemark sein Leben lang eingesetzt hatte.

Diese Anpflanzung kommt unserer Süntelbuchenallee am nächsten, von der Menge und Größe, dem Aussehen und dem Alter her. Man kann in den Hain hineingehen und unter den Bäumen stehen.

Dort habe ich die Entdeckung gemacht, dass ein Baum schlank und hoch wie eine normale Rotbuche gewachsen ist.  Aber unten um ihn herum habe ich 4 Wurzelbruten entdeckt. Also ist meiner Meinung nach, dieser Baum gleichzeitig mit den anderen als Süntelbuche gepflanzt worden. Nur der süntelige Wuchs hat sich nicht eingestellt. Diese Wurzelbruten kennzeichnen ihn aber als Süntelbuche.

4. In Schweden bei Torna Hällestad(zwischen Lund und Malmö) gibt es die größte Ansammlung von „Vresbokar“, nach einer Zählung von 2011 stehen dort 1190 Bäume.
Ich glaube, es sind sogar noch mehr, da die nachwachsenden Jungbäume nicht mitgezählt wurden. Sie müssen auch erst einmal groß werden und sich zu Süntelbuchen entwickeln.

Eine besondere Entdeckung war für mich der Gryteskog, ein Urwald mit alten und zusammengebrochenen Süntelbuchen.

Außerdem steht dort auf einem Privatgelände hinter dem Zaun an der Einfahrtzu einem Bauernhof, die meines Erachtens größte Süntelbuche der Welt. Ich habe sie damals auf 20-22 Meter Höhe geschätzt.

5. Auf Rügen gibt es das Naturdenkmal „Krüppelbuchen“, wo im Park von Schloss Lenzen 1920 etwa 10 Süntelbuchen (man sagt von unseren Bäumen!) im Kreis gepflanzt wurden, so dass sie heute wie ein Baum aussehen. Nach meiner Zählung stehen heute dort 9 Bäume, von denen aber 3 oder mehr eher Wurzelbruten sind. An allen diesen potentiellen Stellen für eine vergleichbare Formation von Süntelbuchen als Allee habe ich aber keine vorgefunden.
Damit ist und bleibt unsere Süntelbuchenallee eine welteinmalige Besonderheit!
Wir können stolz auf sie sein und sollten sie hegen und pflegen, damit wir sie noch lange genießen können!

6. Auf dem  Wendgeberg im Süntel gibt es eine Formation von Süntelbuchen, welche in Bad Münder als „unbekannte“ oder gar „geheime“ Süntelbuchenallee bezeichnet wird. Dort sind 21 Süntelbuchen im Jahr 1985 in einer Reihe neben dem Kammweg gepflanzt worden. Sie bilden aber keine Allee, sondern stehen neben dem Weg und begleiten ihn fast vom Parkplatz bis runter zur Kreuzsteinquelle. Sie haben sich prächtig entwickelt und zeigen sich typisch als Bäume im Alter von 50-60 Jahren.

Man kann Süntelbuchen auf diese Weise von den Rotbuchen unterscheiden, auch wenn sie von ihrem Wuchs her gleich aussehen.
So stehen am Eingang zum Abschnitt C auf der rechten Seite  3 Bäume, die schlank wie Rotbuchen aussehen, unter denen sich aber
4 Wurzelbruten befinden, so dass ich sie den Süntelbuchen zuordne. Auch die anderen 5 Süntelbuchen dahinter bis zur ehemaligen Liegehalle sind schlank gewachsen wie Rotbuchen, aber auch bei ihnen finden sich jeweils Wurzelbruten. Also sind es Süntelbuchen!

Drei junge Absenker befinden sich auf der Südseite vom Abschnitt B.
Sie sind im Boden verwurzelt, bilden aber noch keine neuen Bäume.
Dort gibt es nach Norden hin 2 Absenker. Einen älteren, der sich aus einer Wurzelbrut abgesenkt hat.
Im Februar 2014 ist er abgesägt worden, weil er am Fuß marode wurde und außerdem den Weg versperrte.
Ich habe an der frischen Sägestelle die Jahresringe gezählt und bin auf 65 gekommen.
Demnach hat sich also 1949 diese Wurzelbrut gebildet, eventuell bis 5 Jahre früher, wenn sie schon vor 2014 abgestorben war.

Die spätere Absenkung führte dann irgendwann dazu, dass die Wasserströme im Holz sich begegnet sind , sich zurück gezogen haben und das Holz zu trocknen und zu reißen begann.  Ein natürlicher Prozess, wo die neu gebildeten (geklonten) Bäume sich von den alten trennen.

Da irgend jemand in den 2000er Jahren mal an dem Baumstamm mit Feuer gekokelt hatte, wurde von offiziellen Vertretern der Stadt das gerissene Holz als Baumschädigung durch Vandalismus bezeichnet.

Das Beispiel dieser Wurzelbrut zeigt, diese sind keine neuen Bäume(leider), sondern besonders skurril -oft als gewundene Schlangen- wachsende Ausläufer ihrer Mutterbäume, die relativ schnell wieder vergehen. Ein großer Teil des Totholzes in der Süntelbuchenallee rührt von den verrottenden Wurzelbruten her. Wahrscheinlich sind auch die Baumstümpfe zum größten Teil ehmalige Wurzelbruten.

Es ist wichtig, dass das Totholz in der Süntelbuchenllee liegen bleibt. Denn über 4000 Arten an Käfern, Insekten, Pilzen, Bakterien und auch Reptilien und Säugetieren sind auf dieses Holz als ihren Lebensraum angewiesen. Oder, wie es so schön heißt: nichts ist so lebendig wie Totholz!  Alle zusammen zersetzen sie das Holz und bilden so Humus, der wiederum den Süntelbuchen und anderen Pflanzen als Nahrung zu gute kommt. Das ist der Kreislauf des Lebens, alles wird verwertet nichts wird vergeudet, ein Entwicklungsstadium ist die Vorstufe des nächsten usw.

Bei Wikipedia wird behauptet, dass die Süntelbuchenallee durch bewußt herbeigeführte Absenker aus 30 ursprünglichen Jungbäumen von der Tilly-Buche hergestellt wurde. Das ist schlicht falsch, das hätte nie geklappt:

Erstens kann man frühestens nach 12-15 Jahren die Äste soweit herunter biegen, dass sie den Boden berühren.

2. Nur wenige so herbeigeführte „Absenker“  wurzeln an.  An 2 Stellen ist 2013 oder sogar früher einmal versucht worden, durch Verankerung der Äste mit Hilfe eines darüber gespannten Schlauchs, sie zur Wurzelbildung zu zwingen. Ein Ast ist schlicht verrottet. Der andere ist tatsächlich im Boden angewachsen, hat aber noch immer Verbindung zu seinem Ursprungsbaum. Selbst wenn er sich von seinem Baum in Zukunft lösen sollte, bedeutet das, dass es mindestens 12-15 Jahre braucht, bis sich ein eigenständiger Baum daraus entwickelt. Wenn also nach den ersten 15 Jahren, also im Jahr 1911, alle 30 Bäume zur zwangsweisen Absenkung gebracht worden wären, dann hätte es noch einmal 15 Jahre gedauert, bis daraus 60 Bäume geworden wären(wenn alle angegangen wären). Dann wären wir im Jahr 1926.

Wenn das selbe Spiel noch einmal geklappt hätte, dann wären im Jahr 1941 eventuell 120 Jungbäume da gewesen, die aber keine Reihe von 300 Metern gebildet hätten. Aus den Aufzeichnungen von Carl Thon wissen wir, dass er 1934 die Baumreihe gepflanzt hat. Um diese Reihe auf 300 Metern zu füllen, hat er mindestens 150-200 Bäume benötigt. Also hat er diese nicht aus Absenkern gebildet, sondern aus den immer wieder gesammelten Bucheckern der unterschiedlichen Süntelbuchen, welche gerade geblüht hatten, hat er seine vielen Exemplare aufgezogen und eine für ihn passende Auswahl als Reihe angepflanzt! 

Durch meine Fotos konnte ich die Auswirkungen des Klimawandels dokumentieren:

Alle Bäume in der Süntelbuchenallee blühen seit 2014 jedes Jahr!   

Das ist ungewöhnlich, denn Buchen haben früher nur alle 7 bis 8 Jahre geblüht.

Seit der Trockenheit 2018 sind 3 Bäume – davon 2 alte Wurzelbruten – abgestorben.

Die Bäume reagieren auf den Klimawandel,   sie haben Hitzestress und „Angst“, ihn nicht zu überleben,   seit 2014 blühen sie jetzt jedes Jahr!

Sie nehmen also die große Kraftanstrengung auf sich, um schnell ganz viel Nachwuchs zu produzieren, damit dieser sich besser an die geänderten klimatischen Verhältnisse anpassen kann – Hitze, veränderte Jahreszeiten, turbulentes Wetter –  auch wenn es ihr eigenes Leben verkürzt!

Seit 3 oder 4 Jahren blühen auch die Rotbuchen im Kurpark und in der Stadt jedes Jahr! Auch die Tannen, welche früher nur alle 3 Jahre geblüht hatten, blühen jetzt überall jedes Jahr.

Dadurch dass die Süntelbuchen jedes Jahr geblüht und Früchte getragen haben, hat sich eine weitere Besonderheit ergeben: Sie haben alleine geblüht und sich gegenseitig befruchtet.
Ohne die Pollen der Rotbuchen sind so aus allen Bucheckern wieder Süntelbuchen hervorgegangen!

Also insofern Mission erfüllt.

Es keimen zwar die Bucheckern im Frühjahr, aber unter dem geschlossenen Blätterdach  der Altbäume im Sommer erhalten die Jungbäume zu wenig Licht und gehen leider ein.

Ich habe insgesamt 20 Jungbäume aus den Keimlingen gezogen, welche ich aus der Süntelbuchenallee in 2 verschiedenen Jahren entnommen habe.

Noch besser hat es Wolfgang Seifert mit seinem Sohn gemacht. Die beiden haben in 2014 sage und schreibe 1200 Bucheckern gesammelt und daraus auch 1200 Süntelbuchen erhalten. Seit 3 Jahren werden sie von ihm durch die kleine Süntelbuchen-Baumschule zum Kauf angeboten und erfreuen sich wachsender Beliebtheit.                                                                                    
Und auch die Stadt Bad Nenndorf hat 2022 auf dem Gelände zwischen Kraterquelle und „Drei Steine“ eine zweite neue Süntelbuchenallee mit 55  jungen Süntelbuchen aus den Beständen von Herrn Seifert  in einem abgeschlossenen Areal angepflanzt. Mit dem Förderverein der LaGa 2026 haben wir weitere 23 Bäume in 2025 dort eingepflanzt. Zusätzlich haben wir 2024  auf dem Kratergelände weitere 6 Süntelbuchen als Kreis angepflanzt.

So haben wir, glaube ich, den Fortbestand unserer Süntelbuchen für die folgenden Generationen gesichert. Denn wenn diese Bäume in 30-40 Jahren geschlechtsreif werden und blühen, dann werden sie sich gegenseitig bestäuben und damit Bucheckern produziern. Aus den Bucheckern können dann neue Süntelbuchen hervorgehen. 

beispielhafte Knospen von Süntelbuchen

Im Gegenteil, wie mein Lieblingsbaum zeigt, der 2 Äste über 15 und mehr Meter in der Waagerechten hält. Deswegen nenne ich ihn Champion. Ich würde ihn deshalb auch gerne zum champion-tree erklären lassen. Das ist eine Auszeichnung  der Deutschen Dendrologischen Gesellschaft für besondere Bäume. Aber die Auszeichnung erhalten nur Bäume die besonders dick gewachsen sind im Vergleich zu den anderen ihrer Art. Sonstige besondere Wachstumsformen werden nicht ausgezeichnet. Einen champion-tree haben wir in Bad Nenndorf am Schlößchen, einen Mammutbaum(eine metasequoia), der allerdings kleiner ist als der Mammutbaum auf der Liegewiese.

Süntelbuchen sind auch kein „Teufelszeug“ oder „Hexenholz“, wie viele Leute sie aus falsch verstandener Tradition nennen. Das ist vielleicht liebevoll gemeint, aber es schwingt immer die Abwertung mit, als unvollständige Bäume, die nutzlos und verwunschen sind.

Meines Erachtens glauben auch heute noch einige Leute, dass diese „Krüppel“ nichts bei uns und schon gar nicht im Kurpark zu suchen haben. Daraus resultiert dann der von mir beobachtete Vandalismus gegen die Neuanpflanzungen!

Aber: diese Bäume sind eine wundervolle Laune der Natur, die uns staunen macht und zeigt, dass nicht die wirtschaftliche Zweckmäßigkeit bei der Natur im Vordergrund steht, sondern die beste Anpassung an die örtlichen Verhältnisse.

Dies ist ist das große Thema der Evolution: die Variation.  Auch wenn für uns Menschen vieles gleich aussieht, kein Baum ist gleich wie der andere, kein Grashalm ist wie der andere usw. Wir kennen das doch von uns Menschen: wir sind anhand unseres Fingerabdrucks identifizierbar, weil keiner wie der andere ist. Das selbe gilt für unser Aussehen, für die Ohren, für unser Mikrobiom usw. Die Bäume in der Süntelbuchenallee zeigen uns durch ihren teilwese skurrilen Wuchs die große Variationsbreite des biologischen Lebens. Wir dürfen staunen!

Süntelbuchen sind nichts Minderwertiges, haben auch keinen Gendefekt, sondern erfolgreiche Veränderungen in ihrem Erbgut, also  Mutationen, welche sich weiter vererben. 
Eine dieser Mutationen ist die Vielfalt der Knospen. Es gibt Doppelknospen, dreier und sogar Fünferknospen. Dabei zeigen die Knospen in unterschiedliche Richtungen und  die Zweige wachsen entsprechend in diese unterschiedlichen Richtungen.
So erklärt sich der skurrile Wuchs zumindest zum Teil. 

Wir können stolz sein auf diese besonderen Buchen, denn es sind unsere einheimischen (endemischen) Bäume, die uns dieses weltweit einmalige Naturschauspiel als Allee unmittelbar erleben lassen.

Die Süntelbuchenallee ist für viele Menschen ein Kraft-Ort an dem sie sich besonders naturverbunden fühlen und wo sie (ihre Seele) auftanken können. So gibt es auch immer wieder Besucher, welche die Bäume umarmen.

…und zur Landesgartenschau vom 29.April bis zum 18.Oktober 2026 in Bad Nenndorf soll diese Welteinmaligkeit dem Publikum weitgehend verschlossen bleiben?!  Über ein Steg-Konstruktion sollen lediglich 80-100 Meter zugänglich gemacht werden.

Es wird gesagt, man will die Süntelbuchen schützen, aus Angst vor den hunderttausenden Besuchern, welche den Boden unter ihren Füßen verdichten  und damit die Bäume gefährden könnten. Dafür sind jetzt Tonnen von Kies eingebracht worden, die den Boden auf Dauer belasten und fast luftdicht verschließen, um darüber einen Steg barrierefrei aufzusetzen. Die Abschnitte A und C bleiben den Besuchern verschlossen.

Aber: seit ihrer Pflanzung 1934 läuft das Wasser vom Galenberg durch die Süntelbuchenallee herunter
und zwar ziemlich genau dort, wo jetzt der Steg gebaut wird.

Bei Starkregen bildet sich ein richtiger Bach!  der Bach

Deswegen sage ich:
Dort wo das Wasser gelaufen ist, ist der Boden stärker verdichtet, als es die Menschen bewirken könnten. Dort können wir auch weiterhin die Allee durchschreiten.

Bei der LAGA (und danach) müsste lediglich der Zugang gesteuert werden, z.B. durch eine elektonische Sperre. Wenn alle 2 Minuten eine Öffnung für 10 Leute geschaffen wird – nach meiner Beobachtung entspricht das der bisherigen Besucherfrequenz sonntags –  das macht  300 Besucher pro Stunde mal 10 Stunden Öffnungszeit = 3000 am Tag x 173 Tage  = 519000 Besucher gesamt

Schon jetzt besuchen die Süntelbuchenallee durchschnittlich 2 Leute pro Minute = 60 pro Stunde mal 10 Stunden = 600 am Tag mal 180 = 108000 im (Sommer-)Halbjahr. Das ist also kein unberührter Waldboden, sondern ein über die Jahre verdichteter Boden.

Nicht die durchlaufenden Besucher gefährden die Süntelbuchenallee, sondern der von uns Menschen verursachte Klimawandel setzt die Bäume unter Hitzestress und gefährdet sie damit.

Ich stelle hier einige Süntelbuchen vor und beschreibe sie in ihrer jeweligen Besonderheit.

1.) in Lauenau gab es bis 2.8.2024 die mächtigste und älteste Süntelbuche Deutschlands. Nach zweimal Regen von über 50mm innerhalb von 2-3 Tagen verlor sie ihren Halt und ist gegen die daneben stehende Eiche gekippt. Sie ist meiner Meinung nach  220 Jahre alt geworden. Genaue Angabe zu ihrem Alter erhält man erst, wenn man einen Querschnitt durch den Stamm vornimmt, um dann die Jahresringe zu zählen. Ich würde es sehr begrüßen, wenn wir entsprechende Baumscheiben erhalten könnten. Diese wären wunderbare Anschauungsobjekte in den Museen und Basis für die wissenschaftliche Forschung.

2.) in Bad Münder steht hinter dem Rathaus am Steinhof eine tolle Süntelbuche. Ihr Alter wird auf 180-190 Jahre geschätzt. Sie ist dort um 1880 gepflanzt worden. Ihr Wuchs ist besonders, denn oberhalb eines kurzen Stamms hat sie so etwas wie eine Scheibe ausgebildet von der alle Äste rundherum zu jeder Seite wachsen, nach unten hängen und so eine große Glockenform bilden. Von der Straßenseite aus kann man in sie hineingehen und steht dann in einem großen Dom oder Zelt. Ein ganz tolles Erlebnis. Im Boden darunter sind 4  Scheinwerfer eingelassen worden, die sie beleuchten können.

3.) in Haste steht eine große Süntelbuche, welche sich zu einem prächtigen Baum entwickelt hat. Sie ist anlässlich des Neubaus des daneben stehenden Forsthauses im Jahr 1880 dort gepflanzt worden. Ihr Wuchs ist aufrecht, höher als breit und die Äste weisen eher nach oben. Obwohl sie so ein toller Baum ist, ist sie den meisten Bewohnern der Samtgemeinde Nennndorf unbekannt. Sie steht auch etwas versteckt in der Seitenstraße „Am Forsthaus“ hinter dem Seniorenstift Lehnstuhl.

4.) im Berggarten in Hannover-Herrenhausen steht die wahrscheinlich bekannteste Süntelbuche. Sie ist relativ aufrecht gewachsen, hat aber die Besonderheit, dass um sie herum etwa 70 Wurzelbruten auf über 700 qm Fläche sich gebildet und weit ausgebreitet haben. Offensichtlich so „aggressiv“, dass der 10 m daneben liegende Weg mit einem massiven Stahlrohrgitter geschützt werden musste, damit die schlangenförmigen Wurzelbruten darüber hinweg wachsen und so der Weg für die Besucher frei bleibt. Auch diese Süntelbuche ist im Jahr 1880 gepflanzt worden. Dahinter steht seit 1985 eine rotblättrige Süntelbuche, eine „purpurea“. Weitere rotblättrige Süntelbuchen sind gegenüber am Weg im Jahr 2025 gepflanzt worden( auch aus dem Bestand von Herrn Wolfgang Seifert). Aus der Erfahrung mit der alten vorhandenen Süntelbuche ist schon vorsorglich eine Gitterkonstruktion aus den Mitteln der VGH-Stiftung errichtet worden.

Bei den letzten drei Süntelbuchen fällt eine Geneinsamkeit auf: sie sind alle im Jahr 1880 gepflanzt worden. Ich habe mich lange nur gewundert, inzwischen habe ich eine Erklärung dafür:   als 1843 der Süntelbuchenwald  auf der Westeregge  oberhalb von Hülsede von Landwirten gerodet wurde, waren die Forstleute entsetzt und haben viele junge Süntelbuchen im Alter zwischen 5 und 15 Jahren  ausgegraben und zu retten versucht.  So hatten sie einen kleinen Bestand, der im Laufe der Jahre irgendwo eingepflanzt werden musste, um daraus große Süntelbuchen zu ziehen, die das Überleben dieser Art sichern sollten. Die jungen Bäume waren also 1880 zwischen 47 und 52 Jahren alt. Es wurde damit Zeit, ihnen eine festen Platz zum weiteren Aufwachsen zu geben. Das hat zumindest bei den drei Beispielen gut geklappt! Diese Süntelbuchen haben demnach heute ein Alter von 188 bis 198 Jahren erreicht.

Hier folgt ein Video, welches am 14.09.2023, für die Bingo-Sendung im Fernseh-Programm N3, mit mir in der Süntelbuchenallee gedreht wurde:

Wenn Sie Interesse an  einzelnen Fotos für Ihre Zwecke z.B. Veröffentlichungen haben, dann melden Sie sich bitte bei mir. Ich habe immer ein offenes Ohr und es gibt immer eine Lösung. Dagegen werde ich nicht autorisierte Veröffentlichungen rechtlich verfolgen. Alle Fotos unterliegen meinem Copyright.

Wenn Sie Interesse an einem Vortrag zur Süntelbuchenallee haben oder eine Führung wollen, dann melden Sie sich einfach bei mir. Auch dort finden wir eine passende Lösung.

Nach oben scrollen